Kooperationen / Spezial: Ausscheiden aus der Mehrbehandlerpraxis

 

Zielgruppen

Wir spüren einen Generationswechsel. Ärzte, die sehr frühzeitig bereits eine Kooperation eingegangen sind, wollen jetzt altersbedingt ihren Gesellschafteranteil weitergeben. Dieses wirft, anders als in der Einzelpraxis die Praxisabgabe - Fragen auf, die nicht allein von dem Praxisabgeber beantwortet werden können, sondern die ein Mitwirken der übrigen Partner erforderlich macht. Dies ist oft nicht einfach, weil die Interessen der Beteiligten doch erheblich auseinanderfallen können. Es empfiehlt sich deshalb rechtzeitig miteinander in das Gespräch einzutreten. Der Ausscheidende will an ein MVZ verkaufen, weil er dorthin gute Kontakte hat und auch einen guten Preis aushandeln kann. Außerdem ist das MVZ der einzige Bewerber. Die verbleibenden Gesellschafter befürchten, dass die Ertragslage der Praxis erheblich reduziert wird, wenn sie diesem Wunsch zustimmen. In solchen Situationen sollte man nicht in Positionierungen wechselseitig verfallen, sondern unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten eine creative Lösung erarbeiten. 

Dies und weitere Konstellationen aus der Praxis sind Gegenstand unseres Seminars.

1. Aus Sicht des Anteilsveräußerer

  • Zeittafel anfertigen
  • zulassungsrechtliche Möglichkeiten einbeziehen (Ausschreibung, Verzicht zu Gunsten der Anstellung, Mitspracherecht der Partner)
  • Kaufpreisvorstellung klären, ggf. schon Gutachten anfertigen
  • Worst-Case-Szenario kalkulieren

2. Die Integration der Partner in die Ausscheidungsüberlegungen - zunächst die Interessenlage klären, dann die Vertragssituation ggf. auf Anpassungsbedarf prüfen

  • Klären, ob die Partner übernehmen möchten
  • Soll gemeinsam nach einem Partner gesucht werden
  • Was passiert, wenn sich kein Partner findet

3. Ablaufplanung bis zum Ausscheiden besprechen, ggf. Integration eines Übernehmers als Angestellten 

  • Änderung der Gewinnverteilung, falls Leistungsreduzierung geplant ist. 

Sonderfragen beim Ausscheiden eines Partners aus einer Mehrbehandlerpraxis

Ausscheiden durch Tod: Ist eine Vorsorgevollmacht für die verbleibenden Gesellschafter existentiell oder nur nützlich?

Die außerordentliche Kündigung - oder wir werden wir einen lästigen Gesellschafter los? 

Einer mittlerweile bewährten Tradition folgend schicken Sie uns vorab Ihre Fragen, die wir gern im Seminar beantworten per email an

info[at]arztrecht.de 

 

 

 

Referenten:

Stefanie Pranschke-Schade,  
Hans-Joachim Schade, Dirk R. Hartmann, Dr. Florian Hölzel       Fachanwälte für Medizinrecht und Mediatoren               Kanzlei Broglie, Schade & Partner, GBR, Wiesbaden, München, Berlin

 

Anmeldung

Online-Seminardauer:

18.00 bis 19.30 Uhr

Teilnehmerzahl:

ab 5 Teilnehmer

Online-Seminargebühr:

EUR 99,00 inkl. Mwst.

Veranstaltungsort:

GoToMeeting

Hiermit melde ich mich unter Anerkennung Ihrer Teilnahmebedingungen an:

Seminar am 21.04.2021

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